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AdminWorld Admin und Admin

Sorry für diese Insiderberichte, aber das muss einfach mal sein.

Es gibt ja grundsächlich zwei Arten von Admins. Einmal die, die in einem großen Unternehmen sitzen und für die gesamte oder zumindest für einen Teil der IT verantwortlich sind.

Und dann gibt es auch noch die, die im Systemhaus oder ähnlichem arbeiten bzw. schuften.
Da gibt es enorme Unterschiede und diese möchte ich einmal aufzeigen. Ich für meinen Teil bin beides. Also ich führe quasi ein Doppelleben.
1. Der HouseAdmin (großes Unternehmen)...klingt bissle wie Hausmeister...:

Ein motivierter ausgelernter EDV Experte der sein fünftes Studium abgeschlossen hat und theoretisch alles kann was aus Bits und Bytes besteht.
Er/Sie Freut sich riesig, als er diese riesen EDV Landschaft sieht und dessen Möglichkeiten. Er/Sie denkt im ersten Moment «oh mein Gott ich kann da garnichts von, das sind alles Experten hier».

Nun fängt die Woche an und Er/Sie verbringt 2 Stunden täglich in Meetings, in denen besprochen wird was denn alles so passieren soll und was nicht. Der Admin notiert sich alle Punkte und überlegt sich Abends Lösungen für alle angesprochenen Punkte. Diese Lösungen präsentiert er der Leitung und stellt kurze Zeit später fest, dass diese angehört werden und dann nochmal besprochen werden müssen. Es muss dann noch eine Präsentation dazu gemacht werden und dann noch eine und am Ende noch zwei. Nach 4 Monaten kann die Lösung (die Fehlermeldung mit OK zu bestätigen), dann durchgeführt werden. Natürlich nicht bevor das ganze in der Testumgebung getestet wurde.

In dieser Phase ist der Admin noch sehr bemüht den Anwendern zu helfen und läuft den ganzen Tag von Rechner zu Rechner um alles mögliche zu klären, zu reparieren und den Leuten zeigen wie man in Excel addieren kann. Er beantwortet jede private Frage. Schaltet sich nach Feierabend auf die Privatrechner der Anwender um deren Probleme zu lösen. Bis dann der Tag kommt an dem er sich Kaffee holt und an dem Büro des Abteilungsleiters vorbei geht und kurz sieht, dass der Anwender bei dem er gestern Abend den Rechner gerade gebogen hat (für umsonst) im Büro steht. Beim Auffüllen der Tasse hört er dann, wie der Anwender seine Unzufriedenheit äußert und er mehr Proffessionalität erwartet. Der Admin geht wieder in sein Büro und kurz darauf kommt dieser Admin zu ihm und bedankt sich kurz im Nebensatz für die Hilfe, fragt aber im Hauptsatz ob er eine Windows CD bekommen könnte (mit einem verlogenen Lächeln im Gesicht).

Zwei Jahre später hat der Admin seine Menschlichkeit komplett abgelegt und hat eine Schutzwand gegen alle Anwender aufgebaut. Wenn dieser Zustand eintritt, dann hat er mindestens 2 Nervenzusammenbrüche hinter sich. Er möchte nichts mehr verändern oder verbessern. Er macht nur noch das was ihm gesagt wird und wofür er bezahlt wird.
Genau hier fangen die Anwender an zu glauben, dass der Admin ein arrogantes Arschloch sei!

2. Der RoadAdmin:

Das sind Leute die keine Zeit zum studieren hatten. Entweder musste er nach der Ausbildung schnell an Geld kommen oder er hatte keine Zeit für die Ausbildung! Hier trifft man aber sehr oft auf Fachinformatiker oder Umschüler die als Geldmaschine genutzt werden.
Frische Leute, die aus der Ausbildung kommen glauben hier noch, dass sie hier das große Geld machen werden (weil ist ja IT).

Der Admin fährt also von Kunde zu Kunde und muss alles mögliche wieder in Gang bringen. Wobei die Probleme völlig unterschiedlich sein können. Kabel ziehen, Server, Clients, Software, Hardware, Telefon, Möbel etc. Der Kunde glaubt stets er hätte den Oberguru für sein Problem da. Der Admin macht in kurzer Zeit alles fertig, holt sich die Unterschrift und fährt zum nächsten. Sehr oft trifft er aber auf Probleme oder auf Umgebungen mit denen er nichts anfangen kann, also muss er suchen. Er nimmt letztendlich den Rechner oder Server mit nach Hause, weil der Kunde den Laden um 23 Uhr endlich schliessen möchte und endlich nach Hause will. Schließlich hätte er Mittags nur 30 Min. Pause gehabt. Hatte ich erwähnt das der Admin an dieser Stelle den ganzen Tag weder getrunken noch gegessen hat? Zuhause baut er das ganze dann auf und fängt an zu basteln. Ihm ist bewusst, dass um 6 Uhr das ganze wieder laufen muss. Um 4:30 hat er es hinbekommen und er legt sich ins Bett. Eine Stunde später steht er auf und fährt zum Kunden...baut alles auf und hört sich vom Kunden an, dass er die Rechnung auf keinen Fall akzeptieren wird. Denn der Server ist ja noch garnicht so alt, also dürfte sowas nicht passieren (es geht hier um softwareprobleme).

Das ganze geht immer so weiter. Der Admin wiegt nach Zwei Jahren lediglich noch 70kg. und ist zwei mal geschieden. Er ist ja nie zu Hause…
Geldverhandlungen mit dem Vorgesetzten sind nicht drin, da ja kein Umsatz gemacht wird...Rechnungen müssen ja ständig gekürzt werden. Also sagt der Chef...wenn du mehr Geld willst, dann musst du mehr Umsatz (Roherlös) machen. Dazu müsste er also mehr Kunden bedienen, aber wann? Der tag hat nur 24 Stunden!

Hier kommt nun das große Problem!!! Im Gegensatz zum HouseAdmin muss der RoadAdmin immer freundlich zum Kunden sein! Voller Hass muss er sie anlächeln und um eine Unterschrift betteln, damit der Umsatz passt!

Er muss alle Bereiche abdecken können und verdient nur halb soviel wie der HouseAdmin!

All diese Worte kann man in ein sehr kurzes Video packen:

Kommentare (6)

  
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puh… Ihr müsst aus diesem Wurmloch raus! Irgendwann, meist dann, wenn du definitiv zu lange diesen Job gemacht hast, wird man sich zwangsläufig öfter mal fragen: Habe ich bisher was Konkretes und Vorzeigbares erreicht? Habe ich meine Ziele verwirklicht? Was sind überhaupt meine Ziele? Sind meine persönlichen Belange nicht um Faktor n höher, als die Interessen meines Arbeitgebers? Oder habe ich etwa über 20 Jahre nur diese verlogenen Arschgeigen bedient?

Wir Menschen neigen dazu, zu verdrängen, dass wir auch mal ein Verfallsdatum haben. Und wir sollten gewisse Vorstellungen/Visionen von unserem Leben haben, die wir innerhalb dieses Verfallsdatums realisiert haben möchten. Oft schaffen wir Worker es leider nicht, uns nur die grundsätzlichsten Fragen zu stellen. Eine dieser banalen Fragen wäre z.B: Was will ICH? Oft weil wir einfach zuviel um die Ohren haben.

Aber, ich glaube kaum, dass wir in der Zeit des Dahinvegetierens, auf die Frage hin „und Opa, was hast du in deinem Leben so erreicht?“ gerne antworten würden: „Naja, ich habe mein ganzes Leben lang für die Firma XY gearbeitet, aber ich habe dabei ALLES gegeben“.

Betone – ALLES – extra groß geschrieben 

So was wollen unsere Arbeitgeber von uns hören, ja! Aber das Leben ist viel zu kostbar für solche Kompromisse! Jetzt wo ich hier sitze und den Comment schreibe, wird mir selber so einiges was ich durchlebe noch bewusster  Danke, dass Du das Thema angerissen hast!

Übrigens, die Frau auf dem Video hat entweder derbe Karies oder eine Amalgam-Füllung (links oben – von hier aus gesehen :-)
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BuzzEins

  • vor ungefähr 10 Monaten
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oh buzz… du hast verdammt recht… ich denke wir werden anfang januar mit MasterSaleem was reissen… dann sind wir raus aus diesem Kreis… so i hope… ;-)
danke für die worte… machen mich echt wach…

ich glaube die hat eht 'ne füllung… ;-)
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don_eddie

  • vor ungefähr 10 Monaten
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So ist das… oft wissen wir gar nicht recht, was wir eigentlich wollen. Die Frage bleibt offen. Es ist nicht unbedingt nur negativ zu betrachten, wenn man schlechte Erfahrungen macht. Ich denke, dass uns jede Niederlage in Hinblick auf unser anvisiertes Ziel weiter hilft später schnell eine richtige Entscheidung zu treffen. Es reicht auch sich einfach von der Aufgabenstellung zu distanzieren und die Welt aus einem anderen Winkel zu betrachten, und dazuzulernen. So gilt die einfache Regel: Nichts verschenken, weder Zeit noch Wissen…
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MasterSaleem

  • vor ungefähr 10 Monaten
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don_eddie du gibst aber Gas! hast auch direkt den Spitzenplatz hier bei geekspace.de in puncto Geekstream erreicht… Respekt.
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MasterSaleem

  • vor ungefähr 10 Monaten
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Look on The World with Another Point Of View… // Club Der Toten Dichter // genialer Film!
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don_eddie

  • vor ungefähr 10 Monaten
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@don_eddie, ich finde das passt wie die Faust auf's Auge.

Ich selbst bin dann wohl eher der RoadAdmin, wollte mal etwas anderes machen und programmiere nun
Roboter in der Industrie und komme von hier nicht mehr weg. Man verblödet bei diesem Job langsam
und verlernt was man sich einst beigebracht bzw. hat beibringen lassen. :( Nun bietet sich mir zwar
zwar ab und an die Möglichkeit, meinen Job wieder zu wechseln, aber nach jetzt 3,5 Jahren in einem
anderen Zweig, habe ich oft bedenken dort auf der Strecke zu bleiben oder gar die Erwartungen nicht
erfüllen zu können.
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eJUNKI3

  • vor ungefähr 10 Monaten

 



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